15. WM mit 41 Jahren: Angela Maurer schwimmt immer noch

Balatonfüred, 14. Juli (SID) - Angela Maurer schwimmt und schwimmt und schwimmt. "Ich bin zwar auf dem Papier 41, aber ich fühle mich nicht alt", sagt die zweimalige Freiwasser-Weltmeisterin, die in Ungarn ihre 15. WM bestreitet, dem SID. "Es ist schon ein bisschen anstrengender", gibt die Mainzerin zu: "Der Körper ist unberechenbar geworden. Dass alles klappt, ist seltener als früher."

 

Aber ans Aufhören hat sie noch nicht gedacht. Nachdem sie die Olympischen Spiele im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro verpasst hatte, bewies sie als Dritte in der Weltcup-Gesamtwertung, dass sie noch mit der deutlich jüngeren Konkurrenz mithalten kann. Im Balaton geht sie am Sonntag (10.00 Uhr) über zehn und am kommenden Freitag (8.30 Uhr) über 25 Kilometer an den Start.

 

Zwölfmal stand die Polizistin nach ihrer WM-Premiere 1998 bereits auf dem Treppchen, im Plattensee rechnet sie sich Chancen auf ihre 13. WM-Medaille aus. "Die zehn Kilometer schwimme ich, um reinzukommen. Der Fokus liegt auf 25. Wenn ich einen guten Tag habe, kann ich um die Medaillen mitschwimmen." Wie 2015 in Kasan, als sie fünf Tage nach ihrem 40. Geburtstag Bronze gewann.

 

Wie lange sie noch weitermacht, lässt sie offen. "Ich entscheide von Jahr zu Jahr", sagt sie. Eigentlich hatte sie mit Rekordweltmeister Thomas Lurz vereinbart, dass die langjährigen Weggefährten gemeinsam ihre Karriere beenden. "Aber er hat sich nicht daran gehalten, sondern viel zu früh aufgehört - ohne mich zu fragen."

SID tl ma